Prinzessin Soraya

Die persische Märchenprinzessin aus Deutschland

Ein Märchen wie aus 1001 Nacht: das ist die schillernde aber auch melancholische Lebensgeschichte von Prinzessin Soraya von Persien. Sorayas Vater entstammte einer der vornehmsten und ältesten stammesfürstlichen Familien Persiens. Er war von 1951 bis 1961 kaiserlich-persischer Botschafter in Deutschland. In Berlin lernte er auch Sorayas Mutter, die in Moskau geborene und in Berlin als Verkäuferin tätige, Eva Karl kennen.

Geboren wurde Soraya am 22. Juni 1932 in Isfahan, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im damaligen Persien (heute Iran). Ihre Kindheit verbrachte Soraya sowohl in ihrem Geburtsland wie auch in Deutschland und in der Schweiz. Sie besuchte elitäre Internate in Montreux und Lausanne sowie das Internat Saint James in London. Soraya genoss eine exzellente Bildung und sprach vier Sprachen fließend: Deutsch, Englisch, Französisch und Persisch.

Ihr Lebensschicksal sollte sich entscheiden, als die Kaisermutter des Schah von Persien auf der Suche nach einer standesgemäßen Gemahlin für ihren Sohn Mohammad Reza Schah Pahlavi Schahanschah, Gefallen an einer Fotografie von Soraya fand. Auch der Schah verliebte sich in Sorayas Bildnis. Es folgte eine Trauung mit allem Glanz und Glamour. In einer silbernen und nicht weniger als dreißig Kilogramm wiegenden Hochzeitsrobe von Christian Dior. Es war wohl (trotz Arrangement) eine Heirat aus Liebe, wie sowohl der Schah selbst wie auch Soraya später immer wieder und im Rahmen der zulässigen Etikette andeuteten.

Allerdings entstammte auch dieser, über sieben Jahre währenden Ehe (wie schon Mohammads erster Heiratsverbindung) kein männlicher Thronfolger. So gab der Schah aus Staatsräson im persischen Rundfunk schweren Herzens, mit leiser Stimme und "großer Trauer" bekannt, sich von seiner "lieben Gemahlin" getrennt zu haben. Auch für Soraya ihrerseits war dieser Schritt der einzig mögliche. Sie hätte ein Leben mit einer Nebenfrau zwecks Thronfolge nicht ertragen können. Die wohl glücklichsten und unbeschwertesten Tage ihrer offiziell nicht möglichen Liebe verbrachte das Königspaar auch auf Schloss Mittersill.

Das weitere Leben Sorayas verlief ähnlich schicksalhaft wie jenes von Prinzessin Diana oder von Kaiserin Sissi. Jeder ihrer Schritte wurde von der Klatschpresse beobachtet und genussvoll kommentiert. So soll sie Affären mit dem deutschen Playboy Gunter Sachs und dem österreichischen Filmschauspieler Maximilian Schell gehabt haben. Tatsächlich eine große Liebe von Soraya war der italienische Regisseur Franco Indovina, mit dem sie bis zu seinem tragischen Tod im Jahr 1972 (bei einem Flugzeugabsturz) liiert war. Viel auf Reisen aber immer wieder von Depressionen geprüft, verstarb Prinzessin Soraya am 25. Oktober 2001 in ihrer Pariser Wohnung in der Avenue Montaigne. Ihre letzte Ruhe fand Soraya im Familiengrab auf dem Westfriedhof in München.

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