Alexander Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst

Alexander Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, auch genannt Alexander von Hohenlohe, wurde am 6. August 1862 als Sohn von Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst in Lindau geboren. Der Stammbaum des deutschen und weit in verschiedene Familienstämme verzweigten, deutschen Adelshauses Hohenlohe reicht bis ins Jahr 1153 zurück. Alexander von Hohenlohes Vater Chlodwig war einer der einflussreichsten Politiker seiner Zeit. Von 1894 bis 1900 war er Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident.

Auch sein Sohn Alexander von Hohenlohe sollte sein Leben der Politik, Diplomatie und Publizistik widmen. Alexander von Hohenlohe besuchte das Gymnasium inWiesbaden und studierte anschließend Rechtswissenschaften an den Universitäten zu Graz, Wien, Paris, Leipzig und Göttingen. Ohne juristisches Staatsexamen wurde er dennoch 1866 Kaiserlicher Referendar in der Verwaltung von Elsaß-Lothringen in Straßburg, wo sein Vater zu dieser Zeit Reichsstatthalter war.

Nachdem sein Vater Reichskanzler geworden war, folgte er ihm nach Berlin und war von 1894 bis 1898 Kaiserlicher Legationsrat und Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt in Berlin. Im Mai 1898 setzte sein Vater seine Ernennung als Kaiserlicher Bezirkspräsident für Ober-Elsaß in Colmar durch.

Von 1893 bis 1903 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Reichsland Elsaß-Lothringen 10 (Hagenau, Weißenburg). Im Reichstag war er zunächst Mitglied der Reichspartei, wurde 1898 als Kandidat der Deutschkonservativen Partei gewählt und war zuletzt fraktionslos. 1903 kandidierte er als unabhängiger Konservativer, unterlag jedoch knapp in der Stichwahl (Wikipedia).

Vor allem Alexander von Hohenlohes sozialliberale Haltung trug ihm den Spitznamen „Roter Prinz“ ein. Seine diesbezüglichen Ideen diskutierte er auch leidenschaftlich mit den Adels- und Societykreisen auf Schloss Mittersill. Im dort angesiedelten Sport & Shooting Club Mittersill fand Prinz Alexander von Hohenlohe, während seiner langen Aufenthalte auf Schloss Mittersill, aber auch Zeit und Muse, sich zu entspannen, Kräfte zu sammeln und seinen Hobbys nachzugehen. So vertrat Alexander von Hohenlohe, neben Baron Hubert von Pantz, bei der Gründungsversammlung des Golfclubs Kitzbühel die Agenden des Sport & Shooting Clubs Mittersill, auf dessen Initiative die schlussendliche Planung und Ausführung des Golfclubs Kitzbühel zurückzuführen ist.

Politisch bewahrte sich Alexander von Hohenlohe allerdings seinen revolutionären Geist. Deutlich zeigte sich das, als er nach dem Tod seines ebenfalls liberal gesinnten Vaters, gegen den ausdrücklichen Wunsch des Kaisers, dessen Memoiren drucken ließ. Der Kaiser erzwang daraufhin seinen Rücktritt als Bezirkspräsident.

Später lebte Alexander Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst in der Schweiz. Alexander von Hohenlohe starb 1924 nach langer Krankheit in ärmlichen Verhältnissen in Badenweiler in Baden-Württemberg.

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